Antwort 5 BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN


Filderstadt ist sehr attraktiv für Schulkinder aus benachbarten Gemeinden.  Filderstadt baut die Schulgebäude und hat damit die Kosten – und auch Kinder aus u.a. Aichtal, Grötzingen, Neuhausen, Wolfschlugen und Leinfelden-Echterdingen profitieren davon. Halten Sie das für richtig?

BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN 17.05.2019

Unsere Schulen sind beliebt bei den Filderstädter Schüler*innen und genießen gleichzeitig einen exzellenten Ruf über die Stadtgrenze hinaus. Das spricht für unsere Schullandschaft und ist der Verdienst jeder einzelnen Schule, ihrer Arbeit und ihres pädagogischen Konzepts. Fakt ist, dass Filderstadt die Gebäude auf den Bedarf der Filderstädter Schüler*innen ausrichtet. Wir haben Verständnis dafür, dass Schüler*innen Wunschschulen haben, die außerhalb ihrer Kommune liegen, etwa aufgrund eines besonderen Profilangebots und wollen dies ermöglichen, wohlwissend, dass kein  rechtlicher Anspruch darauf besteht. Der Schulentwicklungsplan für Filderstadt der Projektgruppe „Bildung und Region“ von 2009, führt aus „Angesichts der immensen demografischen Herausforderungen erscheint es planerisch nicht unklug und sinnvoll die Schüler aus dem Umland der Stadt Filderstadt aufzunehmen, sofern keine unvertretenen Investitionen (z.b Neubauten statt gewisser Raumoptimierung/Umbauten) erforderlich werden.“ Bauliche Erweiterung sind im Moment aufgrund der schwierigen Raumsituation nur am ESG geplant.

Im baden- württembergischen Schulgesetz ist verankert, dass auch aus Gründen der „Ressourceneinsparungen“ Schüler*innen an eine andere als ihre Wunschschule „umgelenkt“ werden dürfen. Das darf in unseren Augen aber nur die Ausnahme darstellen.Oberste Prämisse muss die Schulwahlfreiheit bleiben. In unseren Augen ist eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet erforderlich. Kommunen müssen die Entscheidungen der Schüler*innen zugunsten einer Einrichtung außerhalb ihrer Stadtgrenze respektieren, einmal mehr, wenn sie in ihrem Schulbezirk kein vergleichbares Angebot vorhalten können oder wollen. Wir brauchen Kooperationen, mit dem Ziel, dass sich Kommunen an den Kosten der Schulträger*innen beteiligen,

die mit ihrem Schulangebot eine überörtliche Versorgungsfunktion erfüllen. Hier ist im Rahmen der regionalen Schulentwicklungsplanung auch das zuständige Schulamt bzw. das Kultusministerium gefragt.

Catherine Kalarrytou
Fraktionsvorsitzende
DIE GRÜNEN Fraktionsgemeinschaft


„Veröffentlichungen, auch auszugsweise, sind nur mit Genehmigung des Herausgebers gestattet.“