Antwort 5 Freie Wähler Fraktion

Filderstadt ist sehr attraktiv für Schulkinder aus benachbarten Gemeinden.  Filderstadt baut die Schulgebäude und hat damit die Kosten – und auch Kinder aus u.a. Aichtal, Grötzingen, Neuhausen, Wolfschlugen und Leinfelden-Echterdingen profitieren davon. Halten Sie das für richtig?


Freie Wähler 17.05.2019

Text

Die Freie Wähler Fraktionen hat sich seit vielen Jahren für eine Mitfinanzierung der Nachbarkommunen bei Schulneubauten eingesetzt, wie dies beispielsweise die Nachbargemeinde Leinfelden-Echterdingen mit ihren Nachbarkommunen bei der Erweiterung der Realschule und des Gymnasiums in Leinfelden vereinbart hat. Wir Freie Wähler hatten vor etwa 10 Jahren beantragt, dass die Stadt Filderstadt am damaligen Landesprogramm einer Bildungsregion mitwirkt, in dessen Zusammenhang interkommunale Absprachen zur Schulentwicklung möglich gewesen wären. Hierfür haben wir im Gemeinderat leider keine Mehrheit gefunden, was nun angesichts der derzeitigen Situation große Nachteile mit sich bringt.

Ein maßgeblich von uns Freien Wählern beantragtes externes Gutachten zur Schulentwicklung in Filderstadt hält es für einen vorteilhaften Entwicklungsfaktor, wenn auch auswärtige Schülerinnen und Schüler Filderstädter Schulen besuchen. Größere weiterführende Schulen können außerdem ein breiteres Fächer- und Wahlangebot anbieten. Jedoch sind der Entwicklung beispielsweise der Gymnasien durch Vorgaben des Regierungspräsidiums ebenso Grenzen gesetzt wie den anderen Schulen seitens des Staatlichen Schulamtes. Verantwortlich für das Raumangebot inklusive der notwendigen Sporthallen und Sportplätze sind die Gemeinden als Schulträger. Deshalb halten wir es fair, wenn sich Nachbarkommunen, deren Kinder und Jugendliche in nicht unerheblicher Zahl Filderstädter Schulen besuchen, an Baukosten für notwendige neue Räumlichkeiten sowie andere investive Kosten – beispielsweise im Bereich der Digitalisierung beteiligen.

Besonders problematisch wird die Situation dann, wenn beispielsweise der Gemeinderat in Leinfelden-Echterdingen sich bewusst gegen die Einführung einer Gemeinschaftsschule entscheidet, nun aber die Situation entsteht, dass notfalls Filderstädter Schülerinnen und Schüler bei Beibehaltung der beim Neubau geplanten Zweizügigkeit zugunsten von Schülerinnen und Schülern aus Leinfelden-Echterdingen abgewiesen werden müssten oder eine Erweiterung des Neubaus allein mit finanziellen Mitteln aus Filderstadt ermöglicht werden müsste, um allen Schülerinnen und Schülern den Besuch der Gemeinschaftsschule zu ermöglichen. Hier ist die Verwaltung in der Pflicht, die von uns m Blick auf die langjährige Raumnot an den Gymnasien geforderten Verhandlungen umgehend aufzunehmen! Dies gilt auch für die anstehende und dringend notwendige Erweiterung des ESG Bernhausen.

Stefan Hermann,
Fraktionsvorsitzender
Freie Wähler Fraktion Filderstadt


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